Der kleine Fogleman
Der kleine Fogleman
von Lutz Näkel
Mal wieder naht der Frühling und mancher wünscht sich dann einen unkomplizierten, leichten E-Segler, um die ersten zaghaften Aufwinde des Jahres auszukosten. So geht’s mir auch und als bekennender Depronist baue ich mir meinen leichten Frühlingstraum selbst – natürlich aus Depron. Wer Lust hat, kann das anfängertaugliche Federgewicht jetzt nachbauen.
Old school
Bei der Konstruktion des Modells habe ich mich an ein Konzept gehalten, dass ich schon seit 30 Jahren immer mal wieder aufgenommen habe: Ein hohes Rumpfvorderteil, hoch angebrachter Flügel und Pusher-Antrieb, dazu ein V-Leitwerk an einem schlanken Leitwerksträger. Alle empfindlichen Teile sind dadurch relativ gut geschützt. Bei der Motorisierung orientierte ich mich auch an den gemütlichen Elektroseglern früherer Zeiten. Der 15-g-BL-Motor ist nicht gerade ein Kraftpaket, der Flieger steigt damit stetig, aber gemächlich. Wer es flotter liebt, kann natürlich einen stärkeren Antrieb einbauen.
Stufenprofil
Über die Kline-Fogleman-Profile ist schon einiges geschrieben worden, auch hier in der FOAMIE (z.B. 2/2010 „E-Segler Ellvi“). Allen Varianten gemeinsam sind eine oder mehrere Stufen in der ansonsten ebenen Profiloberfläche. Ob so gebaute Flügel tatsächlich von der Leistung her mit „normalen“ mithalten können, wird schon lange heiß diskutiert. Wie auch immer, unschlagbarer Vorteil der Kline-Fogleman-Varianten ist die absolut einfache Bauweise. Im simpelsten Fall werden zwei ebene Platten aufeinander geklebt und die Eintrittskante verrundet, fertig! Das ist mit Depron besonders einfach zu realisieren. Die Flugleistungen meines Modells haben mich durchaus positiv überrascht, und so wurden die Erfinder des Profils, Kline und Fogleman, in etwas abgeänderter Form zu Namensgebern des Fliegers: „Der kleine Fogleman“.
